Die Diva kommt zum Schluss

Wenn alle anderen Früchte, Kräuter und Gemüse schon abgeerntet sind und den Weg in Gläser, Lager oder Tiefkühltruhe gefunden haben, ist sie dran: die Quitte.

Diva deshalb, da sie jeden mit ihrem betörend-intensiven Duft in ihren Bann zieht. Und dennoch aufgrund ihrer Härte so schwer zu verarbeiten ist.

Man darf sich davon nicht abschrecken lassen – ich zerhacke sie „einfach“ mit einem scharfen Küchenmesser und entsafte sie dann im Dampfentsafter. Köstlich, dieses Aroma – als Sirup, Gelee oder Marmelade.

Warum haben nicht mehr Menschen Quittenbäume in ihren Gärten???

An apple a day…

In diesem wunderbaren Obstjahr, wo auch die Apfelbäume hängvoll sind, darf man wirklich nichts verkommen lassen. Wer weiß, wie’s nächstes Jahr um die Ernte steht.

Daher haben wir wieder unsere Hydraulikpresse, die alte Badewanne und viiiele Bag-in-box-Säcke vorbereitet, um gemeinsam mit Groß und Klein die Mostäpfel unseres Obstgartens zu verarbeiten.

Einen ganzen Tag haben wir dafür benötigt, um die Äpfel zuerst zu waschen, zu sortieren, sie fein zu häckseln und danach in der Presse auszuquetschen.

Über den sog. „Trebern“, d.h. den Presskuchen, freut sich der Jäger – bzw. das Wild – bzw. wir (Rehbraten…)!

Anschließend wurde der frische – und so köstliche! – Apfelsaft in die Wirtschaftsküche verfrachtet, dort gefiltert, am Holzofen auf 75 Grad erhitzt und danach in die Säcke gefüllt.

Viel Handarbeit, Hitze am Herd und Geduld war erforderlich. Aber dank der Hilfe der ganzen Familie haben wir nun knapp 600l feinsten Apfelsaft im Keller.

Und nicht zuletzt landet dieser auch im Pressmayr-Regal: als Apfel-Gewürz Sirup oder Apfel-Gewürz Gelee. Letzteres ist übrigens bei unseren Söhnen sehr beliebt auf einer Buttersemmel…

Ihre Familie Haselgruber